Rohrzellen-Elektrolyse-Anlagen
Bei der Durchlaufelektrolyse wird, wie bei den Standardanlagen, Natriumchlorid in Natriumhypochlorit in einer Zelle ohne Membrane umgewandelt.

Dieser Anlagentyp wird vorzugsweise da eingesetzt, wo bereits Natriumchlorid in einer wässrigen Lösung mit einer Konzentration von mind. 14 g NaCl/l vorhanden ist. Dieses ist z. B. der Fall bei Meerwasserbädern, Natursolebädern oder Bädern, die mit einer künstlichen Sole betrieben werden.

Die Durchlaufelektrolyseanlage wird in einem Bypass zu der Solezulaufleitung, die zu den Becken führt, angeordnet. Ein Teilstrom der Natriumchlorid-Lösung wird durch die Elektrolyseanlage geleitet, wo NaCl zu NaOCl umgewandelt wird. Die Elektrolyseanlage wird an den Natriumhypochlorit-Bedarf angepasst geregelt.

Eine natürliche Sole ist in der Regel nicht frei von Härte. Die in der Lösung vorhandenen Carbonate bilden an den Elektroden Beläge, die von Zeit zu Zeit durch eine Säurespülung entfernt werden müssen. Um die Einsatzfähigkeit des Durchlaufverfahrens grundsätzlich prüfen und gegebenenenfalls die Säurespülung richtig auslegen zu können, ist eine genaue Kenntnis der Solezusammensetzung (Wasseranalyse) erforderlich.

Der Vorteil dieser Anlage besteht darin, dass ein Betrieb mit und ohne Produkttank möglich ist.

Auch die Kosten für die Erzeugung einer Solelösung entfallen. Der zu erzielende Chlorgehalt der NaOCl-Lösung liegt bei 4 – 5 g/l. Es wird ca. 30 % des Salzes dabei umgesetzt.
Schematische Darstellung einer NaOCl-Rohrzellen-Elektrolyse-Anlage TYP ECD S1000 mit einer Leistung von 1.000 Gramm Chlor/h.



Technische Daten